Drumherum
Bettwäsche für Daunen
Die Bettwäsche gilt als Geschmacksfrage. Bei einer Daunendecke ist sie das nur zur Hälfte, denn der Bezug bestimmt mit, wie viel Volumen die Füllung überhaupt entwickeln kann.
Der Bezug darf nicht stramm sitzen
Eine Daunendecke wärmt, indem sie sich aufplustert. Ein Bezug, der exakt auf Kante genäht ist oder gar eine Nummer zu klein gewählt wurde, drückt die Kammern flach. Das Ergebnis ist eine Decke, die auf dem Papier eine Winterfüllung hat und sich anfühlt wie eine Übergangsdecke.
Deshalb: Bezug in der Größe der Decke kaufen, nicht kleiner, und beim Beziehen die Ecken sauber ausschütteln.
Die üblichen Stoffe
- Renforcé ist der Standard. Glatte, dichte Leinwandbindung, unauffällig, ganzjährig zu gebrauchen.
- Mako-Satin ist glatt und kühl im ersten Moment, fällt schwerer und liegt eng an. Schön, aber es nimmt der Decke etwas Luftigkeit.
- Biber und Flanell sind angeraut und wärmen von sich aus. In Verbindung mit einer Winterdecke wird das schnell zu viel, mit einer leichten Decke ergibt es dagegen eine gute Winterkombination.
- Jersey ist dehnbar und weich, legt sich aber eng um die Decke und drückt sie zusammen. Für Daune nicht die erste Wahl.
Warum Baumwolle
Der Bezug muss die Feuchtigkeit der Nacht aufnehmen und weitergeben können, bevor sie in die Füllung geht. Baumwolle kann das, reine Kunstfaser deutlich schlechter. Da die Feuchtigkeit der größte Feind einer Daunenfüllung ist, ist das kein Nebenaspekt.
Waschen
Der Bezug wird gewaschen, die Decke bleibt liegen. Genau dafür ist er da. Alle zwei bis vier Wochen ist üblich, und wer die Decke am Waschtag zusätzlich eine Stunde ans offene Fenster hängt, spart sich das große Waschen der Decke für Jahre.
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